Oft gestellte Fragen




Ich lese immer wieder von PV-Modulen und Sonnenkollektoren. Was ist der Unterschied?

PV steht für Photovoltaik, also Solarstrom. Von Modulen spricht man üblicherweise nur in diesem Zusammenhang. Der Begriff Kollektor wird für die thermischen Sonnenkollektoren zur Wassererwärmung verwendet.

Welche Voraussetzungen sollte mein Dach für eine Solarstromanlage erfüllen?

a) Die freie Fläche Ihres Daches sollte möglichst wenig Schatten durch Antennen, Gebäuden, Kaminen etc. ausgesetzt sein. b) Die geneigte Fläche weist idealerweise Richtung Süden, aber auch Süd-Ost bis Süd-West ist gut. Eine Ost- oder Westausrichtung ist in Ordnung, aber es ist mit mehr Verlusten zu rechnen. Auch Flachdächer sind für PV-Anlagen geeignet, man verwendet dazu eine spezielle Aufständerung.

Ist für eine Solarstromanlage eine Baugenehmigung notwendig?

Für Photovoltaikanlagen auf oder in der Dachfläche, in der Fassade oder auf Flachdächern ist keine Baugenehmigung erforderlich. Zu beachten sind eventuelle Denkmalschutzvorschriften. Für Freilandanlagen gelten als Rahmenbedingungen: der Flächennutzungsplan die Baugenehmigung bzw. der Bebauungsplan

Wie lange hält eine Solarstromanlage?

Hersteller geben Leistungsgarantien von 25 Jahren auf die Solarmodule. Unbedingt darauf achten das die Herstellergarantie nicht nur gegenüber dem Fachhändler, sondern direkt dem Endkunden gewährt wird. Allgemein geht man heute von einer Anlagenlebensdauer von mind. Über 30 Jahren aus. Unsere Wechselrichter haben eine fünfjährige Werksgarantie, die optional auf 10 Jahre verlängert werden kann .

Was ist hinsichtlich einer Verschmutzung der Module zu beachten?

Die Module werden durch Regen gereinigt, wenn sie auf einem Schrägdach oder auf einem Flachdach in einer Neigung von mindestens 20° befestigt sind. Die Module haben dann also einen Selbstreinigungseffekt. Blätter von nahen Bäumen sollten aber immer möglichst schnell entfernt werden. Denn schon die Verschattung einzelner Zellen eines Moduls hat erhebliche Ertragsverluste zur Folge. Alle fünf Jahre sollten die Module allgemein überprüft werden.

Wie viel Wartung braucht die Solarstromanlage?

Da keine wartungsintensiven Bauteile existieren ist allgemein keine oder nur sehr wenig Wartung z.B. in Form eines Frühjahr-Checks nötig. Anhand des Einspeisezählers oder der Bilanzierung mit Computer/Datenlogger sollte regelmäßig überprüft werden, wie plausibel die Ertragswerte sind. Ausfälle können mit dieser Kontrolle rasch erfasst werden.

Zerstört Hagelschlag die Module?

Für die Module wird nicht nur ein gehärtetes Spezialglas verwendet, es wird zu Testzwecken auch mit Eiskugeln beschossen. Es handelt sich um Tests nach IEC-Norm, die mit Eiskugeln von 12,5 mm bis zu 35 mm Durchmesser durchgeführt werden; die Auftreffgeschwindigkeit hat einen Höchstwert von 140 km/h. Hagelschlag stellt generell daher eine sehr geringe Gefahr für die Module dar.

Was passiert, wenn der Blitz einschlägt?

Ein Blitzschlag kann eine Solarstromanlage zerstören. Allerdings wird die Wahrscheinlichkeit eines direkten Blitztreffers auch nicht durch die Anlage erhöht. Eher wird die Solaranlage durch einen Blitzschlag in der Nähe zerstört (Überspannung). In die Wechselrichter wird daher ein Überspannungsableiter integriert.

Rentiert sich eine Nachführanlage?

Sie können damit bis zu 30 % mehr Erträge erhalten, denn die Anlage wird dem Sonnenstand permanent nachgeführt. Für aufdachmontierte Anlagen ist eine Nachführung nicht empfehlenswert. Auch bei anderen Anlagen ist der finanzielle Nutzen der Mehrerträge mit dem relativ hohen Aufwand - für Bau und Statik der Nachführung - vorher gegenzurechnen.

Was bedeutet das p bei kWp?

"peak" ist Englisch für "Spitze" und bezeichnet die Nennleistung der Module unter Standard-Testbedingungen. Festgelegt sind diese mit 1.000 Watt Einstrahlungsleistung auf einem m² Fläche, Temperatur der Zelle 25ºC und AM = 1,5. Letzteres heißt, dass der Sonnenstrahl auf seinem Weg das 1,5-fache der Atmosphärendicke (AM = Air mass) der Erde durchdringt. All diese Bedingungen sind real selten; die reale Leistung weicht also von den Nennwerten ab.

Welchen Ertrag kann ich erwarten?

Der durchschnittliche Ertrag von Referenzanlagen in unserer Region lag bei optimaler Ausrichtung und Neigung in den Jahren 2000 bis 2005 bei über 880 kWh/kWp. Der Ertrag im Jahr 2003 lag über 1000 kWh/kW. 2005 war wieder ein Durchschnittsjahr mit über 900 kWh/kW. Bei unseren Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen gehen wir konservativ rechnend von 830 kWh/kWp aus.

Wie hoch ist die Energierücklaufzeit?

Solarstrommodule erzeugen während ihrer Lebensdauer etwa 8- bis 9-mal soviel Energie wie zu ihrer Herstellung erforderlich war. (Solarenergie hat somit eine positive Energiebilanz, bei konventionell erzeugtem Strom müssen ca. 3,5 kWh Primärenergie eingesetzt werden um eine kWh Strom zu erzeugen).

Welchen Nutzen hat Solarstrom für die Umwelt?

Der zügige Ausbau dient dem Klimaschutz:Eine Solarstromanlage mit 1 kWp Leistung erspart der Umwelt jährlich 600 t CO2 Ausstoß (Treibhauseffekt).Zum Vergleich: Beim Autofahren werden pro gefahrenem km 200g CO2 freigesetzt.

Wie viele Solarstromanlagen gibt es denn schon?

In Deutschland waren Ende 2005 ca. 1500 MW (weltweit 5000 MW) an Leistung installiert.

Ist das EEG von Dauer?

Das EEG hat weltweit Vorbildcharakter: Spanien, Frankreich, Österreich, Tschechien u. a. haben dem EEG vergleichbare Gesetze geschaffen.

Wer bezahlt die höheren Vergütungssätze?

Die Vergütungen nach dem EEG werden auf alle Stromverbraucher umgelegt. Die kWh ist dadurch ca. 0,18 Cent teuerer geworden. Die Mehrkosten für den Durchschnittshaushalt betragen ca. 8 € pro Jahr und werden auch bei weiterem Ausbau nur geringfügig steigen. Diesen Mehrkosten stehen rechnerisch 65 € Einsparung an volkswirtschaftlichen Kosten durch Vermeidung von Umwelt- und Gesundheitsschäden durch konventionelle Kraftwerke gegenüber ( Angaben des Bundesumweltministeriums Ende 2002)

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